02/11·Schaufenster Domplatz

Eröffnung 1926

Vom ersten Aktendeckel bis zum Anpfiff.

Das Preußenstadion an der Hammer Straße wird eingeweiht

Der damalige Oberbürgermeister Dr. Georg Sperlich treibt das Projekt Stadionbau mächtig voran. Für den Neubau erwirbt die Stadt ein Gelände, das stadtauswärts an der Hammer Straße liegt. Am 18.4.1925 wird dies an den SCP verpachtet und das Stadion mit Mitteln der Stadt und sehr viel Eigenleistung der Vereinsmitglieder aufgebaut.

Am 12.6.1926 ist es soweit: Das Preußenstadion wird durch Dr. Georg Sperlich feierlich eingeweiht. Er betont in seiner Eröffnungsrede, wie stolz der SC Preußen Münster auf seine neue Sportanlage sein kann. Das Stadion bietet Platz für 13.300 Zuschauer und gilt als eines der modernsten in Deutschland.

16 Einträge im Archiv

Dokumente & Bilder

Das Stadion entsteht

19214 Einträge
15.03.1921

Grundstückserwerb und Grundbuchangelegenheiten zum Hauptsportplatz

Zusammengehörige Vorgänge zum Erwerb und zur grundbuchlichen Umschreibung von Grundstücken in Münster, Geist, für den geplanten Hauptsportplatz an der Hammerstraße. Enthalten sind Verfügungen, Benachrichtigungen des Amtsgerichts und Grundbuchamts, Kostenrechnungen der Gerichtskasse sowie städtische Vermerke zur Anweisung und Abrechnung der mit Giesbert verbundenen Erwerbs- und Auflassungsvorgänge.

12.04.1921

Verhandlungsniederschrift über Grundstücksveräußerung

Mehrseitige Niederschrift über die Beurkundung eines Grundstücksveräußerungsvertrags in Münster. Stadtvertreter und Gutsbesitzer August Giesbert verhandeln über Flächen an der Hammerstraße, einschließlich Parzellen, Kaufpreis, Rücktrittsrechten, Nutzungsmöglichkeiten und Katasterbezeichnungen, die Notizblätter enthalten Berechnungen zu Flächen, Preisen und Grundbuchwerten.

25.04.1921

Gutachten des Stadt-Vermessungsamts zur Hauptsportanlage

Ausführliche Vorlage des Stadt-Vermessungsamts zur Schaffung einer zentralen Sportanlage südlich des ehemaligen Heimkehrer-Bahnhofs an der Hammerstraße, auf dem Gelände der Giesbertschen großen Sandgrube. Begründet werden der dringende Bedarf an einer größeren Wettkampfanlage, der Erwerb von Flächen des Eigentümers Giesbert, die günstige topographische Eignung der Sandgrube, mögliche Nutzungen als Wettspielplatz, Laufbahn, Radrennbahn, Damensportplatz, Tennis-, Hockey- und Fußballplätze sowie Nebenanlagen, außerdem werden Kaufpreise, Teilflächen, Erschließung und spätere Nutzung vorhandener Vereinseinrichtungen behandelt.

04.05.1921

Magistratsvorlage zum Erwerb des Giesbert-Geländes

Vorlage des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung über den Erwerb eines Geländes an der Hammerstraße zur Anlage eines Hauptsportplatzes. Die Vorlage übernimmt die wesentlichen Argumente des Vermessungsamts: Aufgabe der bisherigen östlich der Hammerstraße gelegenen Sportplätze, Sicherung eines dauerhaften Standorts, Erwerb der Giesbert-Flächen zu günstigen Bedingungen, Anlage einer zentralen Sportstätte mit Wettspielplatz, Laufbahn, Tennis- und weiteren Sportplätzen sowie Nebenanlagen.

19232 Einträge
26.05.1923

Vorschlag der Reichsbahn zum Grundstückstausch

Schreiben der Reichs-Eisenbahndirektion Münster an den Magistrat. Die Reichsbahn lehnt einen aus ihrer Sicht unverhältnismäßigen Flächenausgleich ab und schlägt stattdessen einen Austausch etwa gleich großer Flächen vor. Genannt werden unter anderem 33 ar aus dem künftigen Hauptsportplatz sowie eine städtische Ersatzfläche von rund 36 ar an der Hammerstraße und am Weg am Berge Fidel, Vermessungs-, Auflassungs- und Steuerkosten werden geregelt.

20.09.1923

Tauschplan Stadt Münster und Reichseisenbahn

Farbiger Lage- und Tauschplan des Stadtvermessungsamts Münster zu Flur 7L. Der Plan zeigt Flächen der Stadt Münster und der Reichseisenbahn im Bereich Hammer Straße, Hollenhorst, Pohl und Figge, darunter einen künftigen Sportplatz sowie farbig markierte Tauschflächen mit Flächenangaben.

19242 Einträge
07.05.1924

Tauschvertrag zwischen Stadt Münster und Deutscher Reichsbahn

Mehrseitiger Tauschvertrag zwischen der Stadt Münster, vertreten durch den Magistrat, und der Deutschen Reichsbahn, vertreten durch die Reichsbahndirektion Münster. Gegenstand ist der Austausch von Grundstücksflächen in der Gemarkung Münster, insbesondere an der Hammerstraße und im Bereich Berg Fidel, geregelt werden Flächen, Grenzverlauf, Eigentumsübergang, Entschädigungsausschluss sowie Kosten der Vermessung, Fortschreibung und grundbuchlichen Umschreibung.

30.06.1924

Vertrag über Anlagen der Haltestelle Geist

Beglaubigte Vertragsabschrift zwischen Magistrat der Stadt Münster und Deutscher Reichsbahn-Gesellschaft, Reichsbahndirektion Münster, betreffend Anlagen der Haltestelle „Geist“. Enthalten sind Bestimmungen über Übergabe von Grund und Boden, Wege- und Rottenanlagen, Rampen, Kosten, Unterhaltungspflichten sowie Bedingungen für spätere Änderungen der Bahnanlagen.

19252 Einträge
01.01.1925

Lageplan der Reichsbahndirektion Münster

Großformatiger Lageplan der Reichsbahndirektion Münster, Strecke Dortmund–Münster, mit Bahntrassen, Flurstücksnummern und farbig markierten Flächen der Eisenbahnverwaltung und der Stadt Münster. Der Plan dokumentiert Grundstücks- und Tauschflächen im Bereich der Gemarkung Münster, vermutlich im Zusammenhang mit dem Gelände an der Hammer Straße und Hollenhorst.

14.07.1925

Kleiner Lageplan von Vogelsberg

Kleiner, stark nachgedunkelter Lageplan bzw. Planumschlag mit der Aufschrift „Aufgestellt Münster, den 14. Juli 1925 durch Vogelsberg“. Der Plan zeigt einfache Grenz- und Wegeführungen, u. a. einen Weg von Hamm, sowie den Maßstab 1:1000, er steht offenbar im Zusammenhang mit den Planunterlagen zu Gelände- und Grundstücksveränderungen bei Münster.

19262 Einträge
11.01.1926

Aufwertungs- und Pachtvertragsfragen zum Sportplatzgelände

Schriftwechsel mit Rechtsanwalt und Notar Dr. jur. Giesbert aus Duisburg sowie städtische Antwort und beglaubigte Vertragsabschrift zum Erwerb und zur Verpachtung des Geländes der ehemaligen Giesbert’schen Sandgrube an den Sportklub Preußen von 1906. Thematisiert werden Aufwertungsfragen, Kaufpreiszahlung, Übereignung des westlichen Königswegs, Goldmarkbewertung sowie Bedingungen des Pachtvertrags für Sportplatznutzung, Gebäude, Schulmitbenutzung und Kündigung.

12.06.1926

Startschuss Preußenstadion

Ein traumhaft schönes, sowie bei Errichtung eins der modernsten Stadien in Deutschland. Mit 12.000 Steh- und 1.200 unüberdachten Sitzplätzen sowie oberhalb der Sitztribüne mit zwei Erfrischungspavillons ausgestattet.

19311 Eintrag
12.12.1931

Schreiben des Vereins "Seit 1.4. nicht mehr Eigentümer"

19321 Eintrag
13.01.1932

Übersendung einer Mietvertragsabschrift an das Vermessungsamt

Schreiben des Magistrats an das Vermessungsamt zur Übersendung einer Abschrift des mit dem Sportklub Preußen 06 geschlossenen Mietvertrags über das Preußen-Stadion. Die beigefügte Vertragsabschrift regelt Mietzins, Nutzungsrechte der Stadt und Schulen, Vertragsdauer, Kündigung, Instandhaltung, Verkehrssicherung, Untervermietung und Kosten, handschriftlich ist eine Kostenaufstellung zu Sportheim, Kabinenhaus und Nebengebäuden beigefügt.

19361 Eintrag
17.12.1936

Stadt übernimmt 59.918,00 + 87.767,80 + 6.000,00 + 28.379,00 = 182.064,80RM Schulden des Vereins

19481 Eintrag
08.10.1948

Liegenschaftsamt zu Bauarbeiten am Preußen-Stadion

Schreiben des Stadtvermessungs- und Liegenschaftsamts an den Sportclub Preußen 06 zu Bauarbeiten am Preußen-Stadion an der Hammerstraße. Es fasst die Eigentumsverhältnisse seit den Kauf- und Pachtverträgen von 1921, 1925 und 1937 zusammen, nennt die Übernahme städtischer Verbindlichkeiten und gezahlter Zinsen und stellt klar, dass Zuschüsse oder Beihilfen für Ausbau- und Instandsetzungsarbeiten nur eingeschränkt bzw. nicht ohne Weiteres geleistet werden können.

Karte & Flyer