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Der Ursprung - Kaolle Föte auf den Aaseewiesen
Der historische Ursprung vom SC Preußen Münster liegt
Der erste Tag - Die Gründung des Fußballclub Preußen Münster
Schüler des Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasiums gründen den FC Preußen Münster. Das Vereinsabzeichen ist ein Wimpel in den Vereinsfarben mit einem sechseckigen Stern und der Aufschrift F.C.P. 1906. Die Namensgebung ist patriotischer Natur, die Vereinsfarben ebenfalls: schwarz-weiß steht für Preußen, das grün stammt aus der Westfalen-Tricolore (grün-weiß-schwarz). 1. Vorsitzender: Bernhard Böckmann
Der Anfang - "Die Jungs von der Loddenheide"
Das erste Spiel findet auf einem Exerzierplatz auf der Loddenheide, das damals militärisches Gebiete der Armee ist, mit Genehmigung des Generals Freiherr von Bisping statt. Der FC 1899 Osnabrück wird mit 5:0 besiegt, einem Vorgängerverein des VfL Osnabrück. Am 8. August 1907 wurde der Verein in den Westdeutschen Spielverband aufgenommen. Ursprünglich beantragten die Preußen die Aufnahme in die höchste Spielklasse des Verbandes. Dies scheiterte jedoch am Einspruch des zwei Jahre zuvor gegründeten FC Münster 04. Ein Nachteil des Platzes: die Tore mussten nach jedem Spiel wieder abgebaut und zwei Kilometer weiter in einen Stall geschleppt werden, der auch als „Umkleide“ fungierte.
Der nächste Schritt - Umzug zum Feldschlösschen an der Sentruper Höhe
Im Jahr 1910 wurde der Spielbetrieb von der Loddenheide zum Feldschlösschen an der Sentruper Höhe (heute befindet sich dort die Timmermeisterschule) verlegt. Hier wurden die ersten Erfolge erspielt. Hatte man im Jahre 1911/12 schon in den ersten Meisterschaftsspielen um die Westfalenmeisterschaft gestanden, so glückte in der Saison 1913/14 der große Wurf: Preußen Münster war Westfalenmeister vor Arminia Bielefeld!
Die Hammer Straße - Umzug auf die Kuhweide (Wirt Münstermann) während des 1. Weltkriegs.
Nach dem Feldschlösschen ist vor der Kuhweide. Im Volksmund und auch in den Vereinschroniken ist für die nächste Spielstätte häufiger der Name „Münstermannplatz“ zu finden, denn Münstermann hieß der Landwirt, der die Kuhwiese für das kleine Stadion seit 1916 zur Verfügung stellte. Der Spielort verfügte über eine kleine Tribüne und eine Umzäunung, um Eintritt verlangen zu können. Als Relikt des Landwirtes finden wir abgehend von der Hammer Straße den Münstermannweg als Verbindungsstraße zur Scheibenstraße, zuführend auf die heutigen neuen Münstermann Höfe.
Der Fortschritt - die Einweihung einer Tribüne auf dem Münstermannplatz
Am 14. Dezember 1919 wurde die stattliche Tribüne auf der neuen Anlage eingeweiht. Der Akt wurde durch den damaligen Bürgermeister und späteren Oberbürgermeister Dr. Sperlich vollzogen, ein weiteren Indiz für die gesellschaftliche Anerkennung, die der Klub genoss. Zum Eröffnungspiel empfingen die Preußen den Hammer Spielverein. Höhepunkt der Veranstaltung war indes der erstmalige öffentliche Vortrag des Vereinsliedes, das von Bernd Lohaus verfasst worden war.
Grundstückserwerb und Grundbuchangelegenheiten zum Hauptsportplatz
Zusammengehörige Vorgänge zum Erwerb und zur grundbuchlichen Umschreibung von Grundstücken in Münster, Geist, für den geplanten Hauptsportplatz an der Hammerstraße. Enthalten sind Verfügungen, Benachrichtigungen des Amtsgerichts und Grundbuchamts, Kostenrechnungen der Gerichtskasse sowie städtische Vermerke zur Anweisung und Abrechnung der mit Giesbert verbundenen Erwerbs- und Auflassungsvorgänge.
Verhandlungsniederschrift über Grundstücksveräußerung
Mehrseitige Niederschrift über die Beurkundung eines Grundstücksveräußerungsvertrags in Münster. Stadtvertreter und Gutsbesitzer August Giesbert verhandeln über Flächen an der Hammerstraße, einschließlich Parzellen, Kaufpreis, Rücktrittsrechten, Nutzungsmöglichkeiten und Katasterbezeichnungen, die Notizblätter enthalten Berechnungen zu Flächen, Preisen und Grundbuchwerten.
Gutachten des Stadt-Vermessungsamts zur Hauptsportanlage
Ausführliche Vorlage des Stadt-Vermessungsamts zur Schaffung einer zentralen Sportanlage südlich des ehemaligen Heimkehrer-Bahnhofs an der Hammerstraße, auf dem Gelände der Giesbertschen großen Sandgrube. Begründet werden der dringende Bedarf an einer größeren Wettkampfanlage, der Erwerb von Flächen des Eigentümers Giesbert, die günstige topographische Eignung der Sandgrube, mögliche Nutzungen als Wettspielplatz, Laufbahn, Radrennbahn, Damensportplatz, Tennis-, Hockey- und Fußballplätze sowie Nebenanlagen, außerdem werden Kaufpreise, Teilflächen, Erschließung und spätere Nutzung vorhandener Vereinseinrichtungen behandelt.
Magistratsvorlage zum Erwerb des Giesbert-Geländes
Vorlage des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung über den Erwerb eines Geländes an der Hammerstraße zur Anlage eines Hauptsportplatzes. Die Vorlage übernimmt die wesentlichen Argumente des Vermessungsamts: Aufgabe der bisherigen östlich der Hammerstraße gelegenen Sportplätze, Sicherung eines dauerhaften Standorts, Erwerb der Giesbert-Flächen zu günstigen Bedingungen, Anlage einer zentralen Sportstätte mit Wettspielplatz, Laufbahn, Tennis- und weiteren Sportplätzen sowie Nebenanlagen.
Vorschlag der Reichsbahn zum Grundstückstausch
Schreiben der Reichs-Eisenbahndirektion Münster an den Magistrat. Die Reichsbahn lehnt einen aus ihrer Sicht unverhältnismäßigen Flächenausgleich ab und schlägt stattdessen einen Austausch etwa gleich großer Flächen vor. Genannt werden unter anderem 33 ar aus dem künftigen Hauptsportplatz sowie eine städtische Ersatzfläche von rund 36 ar an der Hammerstraße und am Weg am Berge Fidel, Vermessungs-, Auflassungs- und Steuerkosten werden geregelt.
Tauschplan Stadt Münster und Reichseisenbahn
Farbiger Lage- und Tauschplan des Stadtvermessungsamts Münster zu Flur 7L. Der Plan zeigt Flächen der Stadt Münster und der Reichseisenbahn im Bereich Hammer Straße, Hollenhorst, Pohl und Figge, darunter einen künftigen Sportplatz sowie farbig markierte Tauschflächen mit Flächenangaben.
Tauschvertrag zwischen Stadt Münster und Deutscher Reichsbahn
Mehrseitiger Tauschvertrag zwischen der Stadt Münster, vertreten durch den Magistrat, und der Deutschen Reichsbahn, vertreten durch die Reichsbahndirektion Münster. Gegenstand ist der Austausch von Grundstücksflächen in der Gemarkung Münster, insbesondere an der Hammerstraße und im Bereich Berg Fidel, geregelt werden Flächen, Grenzverlauf, Eigentumsübergang, Entschädigungsausschluss sowie Kosten der Vermessung, Fortschreibung und grundbuchlichen Umschreibung.
Vertrag über Anlagen der Haltestelle Geist
Beglaubigte Vertragsabschrift zwischen Magistrat der Stadt Münster und Deutscher Reichsbahn-Gesellschaft, Reichsbahndirektion Münster, betreffend Anlagen der Haltestelle „Geist“. Enthalten sind Bestimmungen über Übergabe von Grund und Boden, Wege- und Rottenanlagen, Rampen, Kosten, Unterhaltungspflichten sowie Bedingungen für spätere Änderungen der Bahnanlagen.
Lageplan der Reichsbahndirektion Münster
Großformatiger Lageplan der Reichsbahndirektion Münster, Strecke Dortmund–Münster, mit Bahntrassen, Flurstücksnummern und farbig markierten Flächen der Eisenbahnverwaltung und der Stadt Münster. Der Plan dokumentiert Grundstücks- und Tauschflächen im Bereich der Gemarkung Münster, vermutlich im Zusammenhang mit dem Gelände an der Hammer Straße und Hollenhorst.
Kleiner Lageplan von Vogelsberg
Kleiner, stark nachgedunkelter Lageplan bzw. Planumschlag mit der Aufschrift „Aufgestellt Münster, den 14. Juli 1925 durch Vogelsberg“. Der Plan zeigt einfache Grenz- und Wegeführungen, u. a. einen Weg von Hamm, sowie den Maßstab 1:1000, er steht offenbar im Zusammenhang mit den Planunterlagen zu Gelände- und Grundstücksveränderungen bei Münster.
Die Stimme - Das erste Fußballspiel live im Radio
Münstermannplatz, 01. November 1925, 14:30 Uhr. Der SC Preußen Münster tritt auf dem Münstermannplatz an der Hammer Straße gegen Arminia Bielefeld an. Das Spiel zwischen den beiden Vereinen findet zum insgesamt 15. Mal statt, diesmal an Allerheiligen. An diesem Tag schreibt Bernhard Ernst – stehend am hängenden Mikrofon im Hockeytor – Rundfunkgeschichte in der Fußball-und Sportberichterstattung.
Aufwertungs- und Pachtvertragsfragen zum Sportplatzgelände
Schriftwechsel mit Rechtsanwalt und Notar Dr. jur. Giesbert aus Duisburg sowie städtische Antwort und beglaubigte Vertragsabschrift zum Erwerb und zur Verpachtung des Geländes der ehemaligen Giesbert’schen Sandgrube an den Sportklub Preußen von 1906. Thematisiert werden Aufwertungsfragen, Kaufpreiszahlung, Übereignung des westlichen Königswegs, Goldmarkbewertung sowie Bedingungen des Pachtvertrags für Sportplatznutzung, Gebäude, Schulmitbenutzung und Kündigung.
Startschuss Preußenstadion
Ein traumhaft schönes, sowie bei Errichtung eins der modernsten Stadien in Deutschland. Mit 12.000 Steh- und 1.200 unüberdachten Sitzplätzen sowie oberhalb der Sitztribüne mit zwei Erfrischungspavillons ausgestattet.
Bilder von der Einweihung
Boxwettkämpfe
Beschluß zum Ausbau der Straßenbahn bis zum Stadion
Die erste Straßenbahn in Münster fuhr am 13.7.1901. Nach dem 2. Weltkrieg wurde diese am 13.11.1946 wieder in Betrieb genommen. Zunächst fuhr die Linie 1 auf der Strecke Halle Münsterland - Danziger Freiheit. Ab dem 1.5.1948 ging auch die Linie 2 in Betrieb, die vom Alten Schützenhof zur Danziger Freiheit fuhr, während die Linie 1 nunmehr von der Halle Münsterland über den Servatiiplatz zur Lambertikirche fuhr. Die Preußenfans, die mit der Straßenbahn Richtung Stadion anreisen wollten, mussten an der Endstation Alter Schützenhof aussteiegn und von dort zu Fuß die Hammer Straße bis zum Preußenstadion laufen. Nach dem Aufstieg in die Oberliga West löste die Stadt ihr Versprechen, die Bahnstrecke bis zum Stadion ausbauen, dann zumindest halb ein. Es erfolgte ein Ausbau bis zur Höhe der Metzer Straße. Nachdem der Rat der Stadt sich für eine Umstellung auf Oberleitungsbusse entschied, fuhr in Münster die letzte Straßenbahn am 25.11.1954.
Preußenstadion wechselt in städtischen Besitz
Als der SCP während der Wirtschaftskrise seinen Zinsverpflichtungen nicht mehr nachkommen konnte, trat er im Sommer 1930 vom Pachtvertrag zurück und übertrug das Stadion samt Anlagen der Stadt.
Schreiben des Vereins "Seit 1.4. nicht mehr Eigentümer"
Übersendung einer Mietvertragsabschrift an das Vermessungsamt
Schreiben des Magistrats an das Vermessungsamt zur Übersendung einer Abschrift des mit dem Sportklub Preußen 06 geschlossenen Mietvertrags über das Preußen-Stadion. Die beigefügte Vertragsabschrift regelt Mietzins, Nutzungsrechte der Stadt und Schulen, Vertragsdauer, Kündigung, Instandhaltung, Verkehrssicherung, Untervermietung und Kosten, handschriftlich ist eine Kostenaufstellung zu Sportheim, Kabinenhaus und Nebengebäuden beigefügt.
Handball Groß-Turnier des SC Preußen Münster
Tag des NSKK Tag 1
Der historische Zeitungsbericht dokumentiert die rücksichtslose Militarisierung des öffentlichen Raums durch das NS-Kraftfahrkorps (NSKK) im Mai 1936. Der propagandistisch inszenierte „Tag des NSKK“ auf dem Prinzipalmarkt und im Preußenstadion diente einzig der Machtdemonstration des Regimes. Flankiert von NS-Größen wie Gauleiter Meyer wurden 4100 Männer im Sturzhelm zur Schau gestellt. Diese vermeintlich sportliche Massenveranstaltung missbrauchte die Jugend gezielt zur paramilitärischen Gleichschaltung, kollektiven Indoktrination und Kriegsvorbereitung im Münsterland.
Eröffnungs-Radrennen im Preußenstadion
Deutsche Reiterelite im Preußenstadion
Stadt übernimmt 59.918,00 + 87.767,80 + 6.000,00 + 28.379,00 = 182.064,80RM Schulden des Vereins
BDM-Sportfest in Münster
Der historische Zeitungsausschnitt dokumentiert die perfide Vereinnahmung des Sports durch das NS-Regime im Münsteraner Preußenstadion. Hinter Begriffen wie „sportliche Ertüchtigung“ und „Heerschau“ verbarg sich die systematische ideologische Indoktrination der westfälischen Hitler-Jugend und des BDM. Unter den Augen von NS-Funktionären wie Gauleiter Meyer diente der Wettkampf der 5000 Jugendlichen nicht der individuellen Entfaltung, sondern der paramilitärischen Vorbereitung, kollektiven Gleichschaltung und der rassistischen Propaganda für den NS-Staat.
Spiel gegen Schalke mit Nazi-Größen
Der historische Gauliga-Spielbericht offenbart die lückenlose Instrumentalisierung des Sports durch das NS-Regime im Münsteraner Preußenstadion. Die schamlose Vereinnahmung zeigt sich in der namentlichen Inszenierung hochrangiger NS-Funktionäre wie Gauleiter Meyer sowie in der bewussten Erwähnung tausender Soldaten („Feldgrauen“) im Publikum. Unter dem Deckmantel völkischer Begeisterung und der NS-Diktion des „Großdeutschen Meisters“ diente die Massenveranstaltung der ideologischen Mobilmachung, gesellschaftlichen Gleichschaltung und der psychologischen Kriegsvorbereitung der Bevölkerung.
1. Tagangriff auf Münster, erste Bomben auch auf Stadion, bis Kriegsende insgesamt 38
Der schwerste Angriff auf Münster fand am Nachmittag des 10. Oktober 1943 statt. Mehr als 200 Bomber der United States Army Air Forces waren zunächst Richtung Ruhrgebiet geflogen, hatten bei Haltern abgedreht und steuerten Münster an, wo es bisher keine Tagangriffe gegeben hatte. Dieser erfolgte in Umsetzung der Area Bombing Directive vom 14. Februar 1942. In der Stadt hielten sich viele Sonntagsausflügler, auch aus dem Umland, auf.
Aufstieg in die Erstklassigkeit und Stadionausbau
Nach sagenhaften 5 erforderlichen Aufstiegsspielen gegen SuS Recklinghausen steigen die Preußen in die erstklassige Oberliga West auf. Es folgt ein Ausbau des Stadions auf 40.000 Plätze.
Liegenschaftsamt zu Bauarbeiten am Preußen-Stadion
Schreiben des Stadtvermessungs- und Liegenschaftsamts an den Sportclub Preußen 06 zu Bauarbeiten am Preußen-Stadion an der Hammerstraße. Es fasst die Eigentumsverhältnisse seit den Kauf- und Pachtverträgen von 1921, 1925 und 1937 zusammen, nennt die Übernahme städtischer Verbindlichkeiten und gezahlter Zinsen und stellt klar, dass Zuschüsse oder Beihilfen für Ausbau- und Instandsetzungsarbeiten nur eingeschränkt bzw. nicht ohne Weiteres geleistet werden können.
Einrichtung Haltestelle Preußenstadion durch Reichsbahndirektion (einmalig im Land)
Endrunde Deutsche Fußballmeisterschaft Preußen Münster - 1. FC Nürnberg 6:4
Begeisterungsstürme um Preußen Münster«. So titeln die Westfälischen Nachrichten über das legendäre Spiel des SCP gegen den 1. FC Nürnberg im Juni 1951. 40.000 Zuschauer bejubeln einen 6:4-Sieg gegen den Club. Damit ist der Grundstein für die spätere Qualifikation für das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft gelegt. Herausragend sind die Spieler Adi Preißler, Siegfried Rachuba, Fiffi Gerritzen, Rudi Schulz und Josef Lammers, alles Mitglieder des sogenannten 100.000-Mark-Sturms.
Fußballfans in den 30er bis 60er Jahren
Die ersten Preußen-Fans kamen noch mit feinem Anzug, Krawatte, Hut und Mantel ins Stadion. Bild 1: SCP - Schalke 04 im Jahr 1951, Bild 2: Datum und Spiel unbekannt, vermutlich in den 1960er Jahren
Es werde Licht! Flutlichtpremiere im Preußenstadion
Am 27.4.1957 findet im Preußenstadion das 1. Fußballspiel unter Flutlicht statt. Gegner ist die jugoslawische Spitzenmannschaft NK Zagreb. Die Preußen siegen vor rund 20.000 Zuschauern mit 4:2.
Deutscher Flutlichtpokal
Der Deutsche Flutlichtpokal war ein 1957 und 1958 zwei Mal ausgetragener privater Einladungswettbewerb im Fußball, an dem Vereine mit Spielstätten mit damals neuartigem Flutlicht teilnahmen. Die Preußen waren als eine der ersten in Deutschland mit Flutlicht ausgestatteten Vereine jeweils Teilnehmer.
Ballone im Stadion
1. Bundesliga-Spieltag Preußen – HSV 1:1, erstes ausverkauftes Stadion (37.500 zugelassen, 40.000 anwesend)
Vor dem Anpfiff der ersten Bundesligasaison herrscht nicht nur in Münster grenzenlose Euphorie. Am ersten Spieltag hat es der SCP gleich mit dem ruhmreichen Hamburger SV zu tun, der u.a. mit Dieter und Uwe Seeler aufläuft. Trotz Regens ist das Preußenstadion mit über 40.000 Zuschauern vollkommen überfüllt. Die Ränge reichen nicht aus, um die Massen der Fußballfans zu fassen. Die Preußen liegen durch ein Tor von Falk Dörr in Führung, doch kurz vor Schluss kann der HSV zum 1:1 ausgleichen.
Leichtathletikfest mit Sportlern der DDR in der BRD (60 Jahre Preußen Münster)
Die historische Leichtathletik-Schlußglocke
Nachdem Harald Norpoth im Preußenstadion einen Europarekord aufgestellt hat und sich im Anschluß das Stadion leerte, verblieb die Schlußglocke einsam baumelnd im Stadion. Eine unbekannte Person nahm diese mit nach Hause. Nach 57 Jahren kehrte die Glocke nach Münster zurück, kommt seitdem beim Münster Marathon sowie beim Urban Run zum Einsatz und ist im Schaufenster 9 (Modehaus Schnitzler) am Prinzipalmarkt zu Bestaunen.
Harald Norpoth läuft Europarekord über 3000 Meter (7:45,2)., 4. Internationales Sportfest
Internationales Leichtathletikfest vor 20.000 Zuschauern.
Bau des neuen Stadtteils „Berg Fidel“ in der Nachbarschaft.
2. Bundesliga Preußen Münster - Borussia Dortmund 4:1
Am 35. Spieltag der 2. Liga kommt es zum großen Showdown zwischen den Preußen und Borussia Dortmund. Wieder einmal regnet es in Strömen, und dennoch sorgen 35.000 hartgesottene Zuschauer für die größte Kulisse seit dem 1. Spieltag der Bundesligasaison 1963/64. In einem berauschenden Auftritt fegt der SCP den BVB mit 4:1 vom Platz. Leider klappt es trotzdem nicht mit dem Aufstieg, wieder einmal bleibt nur der undankbare dritte Platz.
Die Adler `79 - Fankultur in den 80er Jahren
Später trug man die sogenannten „Kutten“, mit Aufnähern und Slogans gespickte Jeansjacken. Bild 1: Darstellung von Kutten, nachgestellt, Bild 2: Fan Club Nachrichten 1976
AC/DC Konzert - leider abgesagt
Auftritt der Jazzlegende Chet Baker beim Jazzfestival.
7. Int. JazzFestival im Preußenstadion mit Chet Baker
Das Preußenstadion blickt auf eine ganz besondere musikalische Tradition zurück. In den 1980er Jahren öffnete die traditionsreiche Sportstätte zweimal ihre Tore für das Internationale Jazzfestival Münster. Mit rund 5500 begeisterten Zuschauern erlebte die Arena dabei das bis dahin größte Jazz-Ereignis der Stadtgeschichte. Trotz wechselhafter Wetterbedingungen feierte die Musikwelt im Stadion Triumphe und schuf unvergessliche Momente für die lokale Kultur. Dies sind die Programmhefte des 3. und 7. Jazz-Festivals aus den Jahren 1981 und 1985. Im Rahmen des 7. entstand die Aufnahme von Chet Baker, deren Link sich hier befindet
Aufstiegsrunde 1989 Preußen Münster - MSV Duisburg 0:0
Das große Ziel ist ganz nah: der Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga. Im Spiel gegen den MSV Duisburg muss nur ein einziger Punkt her. Muss doch zu schaffen sein! In einem nervenzerfetzenden Spiel – und nach zahlreichen vergebenen Riesenchancen des SCP – rettet Preußen-Torwart Dirk Winter mit fabelhaften Glanzparaden den entscheidenden Punkt. Am Ende steht ein torloses Unentschieden. Die Preußenfans laufen nach dem Abpfiff freudetrunken aufs Spielfeld und feiern den Aufstieg. »Vorher hieß es immer, mit mehr als zwei Studenten steigst du ab. Wir sind mit sechs Studenten aufgestiegen!« Justus Stech ist von 1982-1989 Mittelfeldspieler beim SCP. Heute ist er Richter am Verwaltungsgericht in Münster.
Konzert Bronski Beat
Das britische Pop-Trio Bronski Beat feierte im Preußenstadion ein erfolgreiches Live-Comeback nach zweijähriger Pause. Der kostenlose Auftritt im Rahmen der „Preußen-Party“ diente einem guten Zweck und erlöste 3200 Mark an Spenden für die regionale Aids-Hilfe. Als Unterstützung stand die Band Idol Talk auf der Bühne, die das Publikum mit ihren anspruchsvollen, gut strukturierten Songs aus dem Bereich des soften Hard-Rocks begeisterte.
2. Bundesliga Preußen Münster - Schalke 04 2:1
Mit 28.000 Zuschauern ist das Preußenstadion zum ersten Mal seit dem legendären Spiel gegen Borussia Dortmund im Mai 1976 ausverkauft, davon ca. 10.000 Blau-Weiße. Die Ostkurve des Stadions befindet sich fest in Schalker Hand. Es sieht dann zunächst gar nicht gut aus für die Preußen. Die Schalker diktieren das Spiel und drohen die Preußen zu überrennen. Aber allmählich legen diese ihren übermäßigen Respekt ab. Vom Publikum frenetisch angefeuert, kann der SCP das Spiel nach einer Roten Karte für einen Schalker drehen und einen 2:1-Sieg einfahren.
Einweihung des neuen Flutlichts gegen den VfL Osnabrück (2:2)
Bürgerinitiative für Preußenstadion, Angekettete Fans
Bestandsaufnahme des Schreckens bei einer Inspektion des Stadions: Die Stufen auf den Stehrängen kippen weg. Am Marathontor droht eine Mauer einzustürzen. Die Toilettenanlagen sind für Benutzer die reinste Zumutung, Wildpinkeln ist die Konsequenz. Die Sitzgelegenheiten sind verfault. Medienvertreter könnten vom TV-Turm stürzen. Kaninchen haben schon länger den Platz für sich entdeckt und graben Löcher. Das ehrwürdige Preußenstadion ist dem Verfall preisgegeben, denn seit 60 Jahren ist trotz aller Pläne und Ver- sprechungen kaum etwas passiert. Ein Neubau an einem Standort außer-halb von Münster? Ein privat finan- ziertes Bundesligastadion? Die Suche nach dem Stein der Weisen ist endlos. In ihrer Verzweiflung gehen die Fans auf die Straße. Manche ketten sich aus Protest drei Tage an den Stadionzaun.
Die Rude Boys - Fankultur in den 90er Jahren
In den 90er Jahren hielten dann Elemente anderer Subkulturen, wie den Skinheads oder den Hooligans, Einzug auf die Ränge des Preußenstadions. Bild 1: SCP - Kassel in der Saison 1989/90, Bild 2: SCP - Bielefeld im Jahr 1992, Bild 3: Oberliga Westfalen Meister im Jahr 1993, Bild 4: SCP - Verl in der Saison 1999/2000
Die Curva Monasteria - Fankultur ab den 00er Jahren
Laute Gesänge, Trommeln, Fahnenmeere, Schals und Rauchschwaden bestimmen bei Heimspielen das Bild in der „Fiffi-Gerritzen-Kurve“. Das ist die Heimat der aktiven Fanszene mit ihren Gruppen und Fanclubs. Nach der Jahrtausendwende prägte die erste Generation der Ultras mit ihrem Markenzeichen, der schwarzen Jogginghose, die Fankultur. Mittlerweile hat die Uniformität der Fankurve nur noch wenig mit den frühen 2000ern gemein. Bild 1: Die erste Zaunfahne der Curva Monasteria, Bilder 2-6: Die Choreographie zum 100-jährigen Geburtstag von Preußen Münster im Jahr 2006, Bild 7: Choreographie der Fede Nerblo zum Abschied der alten Ostkurve im Jahr 2025
Choreo 100 Jahre Preußen Münster 2006
Teilfreigabe der Haupttribüne gegen Eintracht Trier (3:2)
Freigabe Hauptribüne gegen Schalke 04 II (4:1)
DFB- Pokal 1. Runde Preußen Münster - Werder Bremen 4:2 n.V.
Im Preußenstadion herrscht eine fast unerträgliche Hitze, die nicht nur den Akteuren auf dem Rasen alles abverlangt, sondern auch den Zuschauern in den komplett schattenlosen Fan-Kurven.Obwohl die Preußen das Heft in den Händen haben, geht Werder kurz vor dem Halbzeitpfiff in Führung. Doch dem US-Amerikaner Matthew Taylor gelingt der Ausgleich. Nach 90 Minuten steht es 2:2. die Verlängerung muss die Entscheidung bringen. Taylor läuft zu großartiger Form auf und schießt mit dem letzten Tor die Preußen zum Sieg gegen den Bundesligisten. 4:2! In dieser Hitzeschlacht hat der SCP zum ersten Mal seit den 1980er Jahren wieder ein DFB Pokalspiel gewonnen und dabei zum ersten Mal einen Bundesligisten bezwungen.
Stadt und Verein erzielen Übereinkunft zur Stadion-Modernisierung
Im Stadthaus 1 wurde eine historische Einigung zwischen der Verwaltung der Stadt Münster und dem SC Preußen Münster erzielt. Partnerschaftlich wurde Konsens darüber gefunden, das Stadion an der Hammer Straße in den nächsten Jahren von Grund auf zu modernisieren und die Voraussetzung für das dringend benötigte Nachwuchsleistungszentrum zu schaffen.
Stadt und Verein unterzeichnen ‚Letter of Intent‘
Vertreter der Stadt Münster und des SC Preußen unterzeichneten die Absichtserklärung (Letter of Intent) zur Modernisierung des Stadions an der Hammer Straße und zur Errichtung eines Nachwuchsleistungszentrums für den Preußen-Nachwuchs. Für die Stadtverwaltung leisteten Oberbürgermeister Markus Lewe sowie Stadtkämmerer Alfons Reinkemeier, für den Adlerclubs Vereinspräsident Christoph Strässer, der Aufsichtsratsvorsitzende Frank Westermann sowie die beiden Geschäftsführer der KGaA Bernhard Niewöhner und Malte Metzelder die zukunftsweisenden Unterschriften.
The Curve II
Am 21. Juni 2019 verwandelt eine fünfminütige Performance von Adrian Williams die Ostkurve des Preußenstadions. Pünktlich zum Sonnenuntergang um 21:53 Uhr spielen sechs Musiker an den Trainerbänken. Posaunen, Tuba und Schlagwerk beginnen dissonant über die Lautsprecher. Während das Licht schwindet, wird der Klang harmonischer. Das radikal minimalistische Stück irritiert das Publikum: Zwischen Flüstern, Unruhe und Ratlosigkeit bricht sich schließlich eine La-Ola-Welle Bahn, bevor die Dunkelheit die Tribünen verschluckt.
Stadt Münster präsentiert Ergebnisse der Machbarkeitsstudie
Der Rat der Stadt Münster hat im vergangenen Jahr den Planungsprozess und die Finanzierung des Ausbaus des Preußenstadions beschlossen. Das Stadion an der Hammer Straße wird zu einer zeitgemäßen, zweitligatauglichen Spielstätte ausgebaut. Parallel wird im Sportpark Berg Fidel ein Nachwuchsleistungszentrum entstehen. Die Stadt und der SC Preußen Münster trieben die Entwicklungen gemeinsam voran. Grundlage für die weiteren Planungsschritte war eine Machbarkeitsstudie, die die Stadt Münster im August an das Büro Albert Speer + Partner aus Frankfurt vergeben hatte. Die Ergebnisse der Studie im April 2020 den Ratsgremien erläutert. Für Oberbürgermeister Markus Lewe und SCP-Präsident Christoph Strässer stand ´da bereits fest: „Wir sind auf unserem Weg so weit wie noch nie zuvor.“
"AG Preußenstadion" wird gegründet
Die “AG Preußenstadion” ist ein Zusammenschluss von Preußenfans aus verschiede-nen Bereichen des Stadions. Ziel und Anspruch war und ist es, die Interessen der Fans bestmöglich während des Projektes Stadionumbau zu vertreten. Ins Leben gerufen von der aktiven Fanszene, in Zusammenarbeit mit dem Fanprojekt und dem Verein, sind in der AG Preußenstadion auch Vertre¬ter der Gegengerade und der Haupttribüne organisiert.
Spatenstich: Stadionumbau startet mit Abriss der Westtribüne
Die Umgestaltung des Preußenstadions beginnt jetzt mit dem Rückbau der Westtribüne. Nach dem Ende der Saison starten nun zunächst die Arbeiten für die Verlagerung des Gästesektors. Im westlichen Teil der Nordtribüne (Block K) wird ein Bereich mit 680 Stehplätzen für Gästefans entstehen. Zwischen dem Gästesektor und dem Bereich für Preußen-Fans auf der Tribüne wird ein Sicherheitspuffer geschaffen. Dies soll während der fußballerischen Sommerpause geschehen und bis zum Saisonauftakt abgeschlossen sein. „Mit dem heutigen ersten Spatenstich gehen wir den ersten sichtbaren Schritt für den Ausbau des städtischen Stadions an der Hammer Straße“, sagt Oberbürgermeister Markus Lewe.
Münster Tatort Premiere
Im August 2022 feierte der überaus beliebte Münster-Tatort sein großes zwanzigjähriges Bestehen mit einem ganz besonderen Highlight. Die damals brandneue Episode „Ein Freund, ein guter Freund“ wurde vor 2300 begeisterten Zuschauern an einem ungewöhnlichen Ort präsentiert: direkt hier im großen Preußenstadion. Die bekannten Hauptdarsteller Axel Prahl und Jan Josef Liefers begleiteten das große Open-Air-Event persönlich. Zudem stellten sie einen digitalen Smartphone-Spaziergang vor, der Krimifans per QR-Code zu echten Drehorten führt.
Rückkehr in die 2. Bundesliga
Stadionumbau offiziell gestartet: Stadt Münster erteilt erste Teilbaugenehmigung für die Westtribüne
Im Februar 205 wurden im Baufeld hinter der Westkurve und im Bereich zwischen Hammer Straße und Preußen-Geschäftsstelle bereits zahlreiche vorbereitende Maßnahmen durchgeführt. Die unübersehbaren blauen Container der mit dem Stadionbau beauftragten Hellmich-Gruppe, die zahlreichen Baumaschinen und ein mehr als 20 Meter hoher Schwerlastkran, kündigen den unmittelbar bevorstehenden Baustart an. Eine erste und entscheidende baurechtliche Hürde wurde damals genommen: Das Bauordnungsamt der Stadt Münster erteilte eine Teilbaugenehmigung zur Errichtung der Fundamente für die Westtribüne. Damit fiel auch formal der Startschuss für die Modernisierung des Städtischen Stadions an der Hammer Straße, zu einer vollständig überdachten, fanfreundlichen, energieeffizienten und inklusiven Spielstätte für knapp über 19.000 Zuschauer.
Jetzt auch offiziell: Adlerträger spielen zukünftig im LVM-Preußenstadion
Mit ihren Plänen zur Vergabe des Stadionnamens stießen der SC Preußen Münster und die LVM Versicherung als zukünftiger Namensgeber Mitte Februar auf eine breite Zustimmung bei den Preußenfans, in der Stadtgesellschaft und in der Politik. Dies untermauerte am Mittwochabend auch der Rat der Stadt Münster mit seiner einstimmigen Zustimmung zur für die Umbenennung erforderlichen Änderung des Pachtvertrages zwischen der Stadt Münster und dem SC Preußen. Damit ist der Weg frei für das LVM-Preußenstadion, das diesen Namen ab sofort und bis mindestens 2034 tragen wird. Schon zum Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg werden erste Veränderungen rund um das LVM-Preußenstadion sichtbar sein. Es ist im Übrigen das erste Mal, dass die Spielstätte in seiner fast 100-jährigen Geschichte nun auch formal und nicht nur im Volksmund den Namen Preußenstadion trägt.
Erste Stufen entfernt / Rückbau der Ostkurve hat begonnen
Um 13:30 war es so weit, der Abrissbagger löste die ersten Stufen aus der traditionsreichen Ostkurve. Dort, wo noch in den letzten Jahrzehnten tausende Preußenfans bittere Niederlagen und große Triumphe erlebt hatten, entsteht in den nächsten Wochen und Monaten eine neue Heimat und das atmosphärische Herzstück des LVM-Preußenstadions.