Ein Anreiz für den neuen Wettbewerb war die Schaffung lukrativer Einnahmequellen, da Flutlichtspiele Mitte der 1950er Jahre in Deutschland bis zu 40.000 Zuschauer angezogen hatten. Gestiftet wurde der „Pokal“, der eine Schale war, von Ludwig Mohler, Präsident von Kickers Offenbach. Nach zwei Ausgaben wurde der Wettbewerb aber mangels Zuschauerzuspruchs wieder eingestellt.
Der Modus
Die Spiele wurden in der Regel, zumindest im Wettbewerb 1957, in 90-minütigen Hin- und Rückspielen ausgetragen. Das Team mit den meisten erzielten Toren in beiden Partien zog dabei in die nächste Runde ein.
Wurden in den zwei Spielen von den beiden Mannschaften die gleiche Anzahl an Toren erzielt, wurde das Eckenverhältnis – eine Einzigartigkeit im deutschen Fußball – zur Hilfe gezogen.
Teilnehmer 1957
- Eintracht Frankfurt
- FSV Frankfurt
- Kickers Offenbach
- FC Schalke 04
- TSV 1860 München
- Preußen Münster
- Fortuna Düsseldorf
- Viktoria 89 Berlin
Preußens Spiele 1957
Preußen Münster spielte lediglich das Halbfinale gegen Eintracht Frankfurt. Das Hinspiel im Preußenstadion ging 1:2 verloren, das Rückspiel (3:6) wurde auf dem Bieberer Berg in Offenbach ausgetragen.
Finale: Schalke 04 – Eintracht Frankfurt 3:3 und 0:0 (18.000 Zuschauer). Eintracht Frankfurt wurde Pokalsieger aufgrund des besseren Eckenverhältnisses von 8:6.
Teilnehmer 1958
- Kickers Offenbach
- Wuppertaler SV
- Concordia Hamburg
- Holstein Kiel
- Preußen Münster
- Eintracht Braunschweig
- Phönix Lübeck
- Eintracht Frankfurt
- Viktoria 89 Berlin
Preußen 1958
Preußen Münster unterlag in der Vorrunde bei Holstein Kiel mit 1:3.
Finale: Kickers Offenbach – Eintracht Braunschweig 5:3 (10.000 Zuschauer).
Groteske Szenen
Aus dem Spielbericht: Groteske Szenen spielten sich auf den Zuschauertribünen ab, als mit zunehmender Spieldauer die sich mehrenden Frankfurter Ecken bejubelt wurden – da das Eckenverhältnis als entscheidendes Kriterium zur Siegerermittlung herangezogen wurde.